Nachrichten aus der Gemeinde

Orgeltag in Sennelager am 24.06.2018

  Konzert an der Steinmann-Orgel in der Paul-Gerhardt-Kirche

 Sennelager zum Westfälischen Orgeltag am

 24. Juni 2018, 18 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) Praeludium und Fuge C-Dur BWV 531 Fritz Kreisler (1875- 1962) Recitativo und Scherzo-Caprice, op. 6 Johann Sebastian Bach Toccata und Fuge d-moll BWV 565 Johann Sebastian Bach Sonata G-Dur BWV 530 bearbeitet für Violine und Orgel Niccolò Paganini (1782 - 1840) Caprice op. 1, Nr. 16 Max Reger (1865 - 1914) Fuge über BACH op. 46 Orgel Friedrich Bratvogel Violine Alisha-Sophie Schulz Alisha-Sophie Schulz ist Jungschülerin an der Musikhochschule Detmold und hat bereits einige Preise erworben. Friedrich Bratvogel ist Organist an der Paul-Gerhardt-Kirche Sennelager. Anlass des heutigen Konzerts ist der Beschluss der UNESCO, den Orgelbau und die Orgelmusik zum Weltkulturerbe zu erklären. Die Orgelprovinz Westfalen hat daraufhin den 24. Juni zum Westfälischen Orgeltag erklärt, an dem möglichst viele Orgeln der Region zu hören sein sollen. In der Paul-Gerhardt-Kirche Sennelager erklingt eine Orgel der Firma Gustav Steinmann aus Vlotho. Steinmann baut Orgeln seit 1911. Viele Kirchen der Region erhielten von der Fa. Steinmann ihre Instrumente oder ließen sie renovieren. Die Orgel in der Paul-Gerhardt-Kirche wurde mit dem Kirchenneubau 1981 errichtet und entspricht dem französischen Orgelstil. Sie verfügt über zwei Manuale und Pedal, mit insgesamt zehn Registern. Johann Sebastian Bach hatte im März diesen Jahres seinen 333. Geburtstag. Praeludium und Fuge C-Dur, BWV 531, schuf Bach als junger Mann in Lüneburg und vollendete es zwischen 1703 und 1707 in Arnstadt. Mehrere Pedalsoli, Fanfarenschläge ("Feuerwehr-Praeludium") und toccatenartige Läufe zeichnen das Präludium als Werk des norddeutschen Barockstils aus. Die vierstimmige Fuge behandelt das Thema nicht streng nach der Kompositionslehre, sondern variiert das Thema frei und spielerisch. Überraschende Wendungen und differenzierte Harmonik machen den Reiz des Stückes aus. Der Wiener Violinist und Komponist Fritz Kreisler hat sein eigenes Schaffen von Paganini hergeleitet und virtuos weiterentwickelt. Die vierte seiner sechs Solo-Sonaten sowie das Recitativo und Scherzo-Caprice widmete Kreisler dem ebenfalls berühmten Komponisten Eugène Ysaÿe. Blair Johnston beschreibt das Werk als "eine dramatische musikalische Rhapsodie und ein Feuerwerk, das mit angenehmen Überraschungen den Zuhörer " in den Bann nimmt. Das Recitativo, lento con espressione, beginnt mit einer d-moll-Melodie, aus der das Thema entwickelt wird. Das Scherzo, presto e brillante, ist der absolute Kontrast dazu, der der Spielerin große Professionalität abverlangt. Die d-moll-Toccata BWV 565 zählt zu Bachs bekanntesten Orgelwerken. Leopold Stokowski hat daraus eine Orchesterfassung erstellt, Walt Disney 1940 seinen Film "Fantasia" damit unterlegt. Die Toccata ist wohl um 1707 in Mühlhausen oder Weimar entstanden. Sie ist sehr effektvoll gestaltet, enthält dramatische, romantische und melodische Elemente. Schon der Einstieg mit Oktavparallelen, der verminderte Septakkord und der Dominantseptnonakkord erwirken einen fulminanten Auftakt. Die Tempi reichen von Allegro bis Prestissimo und steigern damit das emotionale Miterleben der Musik. Auch die Fuge, thematisch aus der Toccata entwickelt, nutzt ein reiches Repertoire an thematischen Variationen, Intermezzi, Echoeffekten, harmonischen Rückungen, Trugschlüssen und dramatischen Verdichtungen. Die Triosonate BWV 530, die wir hier für Violine und Orgel umgearbeitet haben, wurde um 1730 in Weimar oder Köthen komponiert. Es ist ein burleskes, tanzartiges Thema, das reich variiert wird. Der zweite Satz ist eine gesangliche Elegie, während im Schlusssatz Fugen und Intermezzi wieder zum heiteren G-Dur zurückführen. Die sechs Triosonaten dienten auch als Orgelschule für Bachs Sohn Wilhelm Friedemann, da die einzelnen Stimmen strikt selbstständig und gegeneinander auskomponiert sind, was hohe Konzentration erfordert. Bei aller spielerischen Leichtigkeit unterliegen diesem Werk vielfältige harmonische und kompositorische Strukturen, die beim Hören kaum wahrgenommen werden. Der erste Satz hat volkstanzartige Züge, aber auch etwas von einem sommerlichen Vogelkonzert in seiner stimmlichen und motivischen Vielfalt. Das Klagelied des zweiten Satzes ähnelt Bachs d-moll Violinkonzert, weshalb wir uns für diese Bearbeitung entschieden haben. Im letzten Satz ist die vielfältige thematische Verdichtung eines Hauptmotivs auch beim Hören zu erahnen. Aus der Feder des Genuesers Niccolò Paganini stammt das Caprice op. 1, Nr. 16. Paganini hat die 24 Capricci op. 1 für Violine solo eigentlich als Etuden für die „Artisti“ der Violine geschrieben. Sie sind von Locatellis 1733 veröffentlichter Violin-Schule LˋArte del violini inspiriert, aber haben einen außergewöhnlichen Rang. Die Arpeggien, die hohen Lagen bei rasantem Tempo sind eine künstlerische Herausforderung. Max Reger hat sich intensiv mit dem Werk Johan Sebastian Bachs beschäftigt und viele seiner Werke bearbeitet und interpretiert. Mit seiner Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 emanzipiert er sich allerdings von seinem Vorbild und geht sehr eigenständige Wege, wie sie von Schönberg und Webern aufgegriffen wurden. Die Phantasie verlangt einen aufwendigen technischen Apparat und ist auf dieser Orgel nicht spielbar. Auch für die Fuge müssten drei bis vier Manuale zur Verfügung stehen. In leichter Bearbeitung lässt sich aber auch auf dieser Steinmann-Orgel ein Eindruck dieser intensiven, extreme Erfahrungswelten auslotenden Musik vermitteln. "B A C H - das ist Anfang und Ende aller Musik", war Regers Credo.

Geänderte Gottesdienstzeiten im Pfarrbezirk II

Aufgrund der veränderten Personalsituation in der Ev. Kgm. Schloß Neuhaus (Elternzeit von Pfarrerin Goller) hat das Presbyterium in seiner Mai-Sitzung beschlossen, dass ab sofort die Gottesdienste in

der Paul-Gerhardt Kirche Sennelager um 11.15 Uhr stattfinden werden. Diese Regelung gilt ab dem 27. Mai und wird auf jeden Fall bis einschließlich 5. August in Geltung sein. In der Juni- und Juli-Sitzung wird sich das Presbyterium weiterhin mit der Gottesdienstsituation an der Paul-Gerhardt-Kirche beschäftigen. 

Ihre Ev. Kirchengemeinde Schloß Neuhaus

Änderungen im Pfarrbezirk II - Sennelager/Sande

Liebe Gemeindeglieder des Bezirks Sennelager/Sande,

wie sich inzwischen herumgesprochen haben dürfte, hat ein an sich freudiges Ereignis das Gemeindeleben komplett auf den Kopf gestellt. Unsere Pfarrerin Elisabeth Goller und ihr Mann sind Eltern geworden. Dazu gratulieren wir als Presbyterium des Bezirks II noch einmal recht herzlich und wünschen der jungen Familie alles erdenklich Gute. Allerdings wissen wir auch, dass dieses Ereignis auch weitgreifende Veränderungen mit sich bringt. So hat sich Pfarrerin in eine dreijährige Elternzeit verabschiedet. Einige Gottesdienste wird Pfarrerin Goller noch durchführen, wie zum Beispiel die Konfirmationen und die abgesprochenen Taufen am 22. April sowie an Pfingsten. Wie aber geht es dann weiter? Vor dieser großen Frage stehen wir als Presbyterium genau wie Sie. Wir wissen auch, dass das Gemeindeleben ohne einen hauptamtlichen Pfarrer niemals im gleichen Umfang zu gestalten ist. Wir wissen ebenfalls, dass Sie für einige Amtshandlungen und seelsorgerische Tätigkeiten in der nächsten Zeit die Dienste von Pfarrer Oliver Peters im Bezirk I in Anspruch nehmen müssen, der dankenswerterweise seine Unterstützung zugesagt hat. Zudem übernimmt er vorerst auch die Betreuung und den Unterricht der Katechumenen und Konfirmanden. Wir sind im Gespräch mit dem Superintendenten, der sich bereits um eine Vertretungslösung kümmert. Sobald sich etwas Konkretes ergibt, informieren wir Sie über die Homepage, per Aushang oder per Abkündigung im Gottesdienst. Wir möchten allerdings nicht, dass die bestehenden Gruppen und gemeindlichen Aktivitäten im Bezirk Sennelager/Sande einschlafen oder sich zum Nichtstun verdammt fühlen. Aus diesem Grund fungieren Mitglieder des Presbyteriums in der Übergangszeit als Ansprech-partner für die Gruppen. Die Frauenhilfe und das Projekt „Tafel“ laufen ohne Einschränkungen weiter, Evelyne Schubert fungiert dort weiterhin als Ansprechpartnerin. Um die Senioren wird sich in der nächsten Zeit Astrid Timmerberg kümmern, für das Jugendteam und das MoGo-Team ist Ulrich Kell der Ansprechpartner. Infos vom und an den Förderverein laufen über Klaus Rechlitz. Die Mutter-Kind-Gruppe läuft wie bisher in Eigenregie weiter.

Die Telefonnummern der Ansprechpartner erhalten Sie im Gemeindebüro in Schloß Neuhaus bei Frau Hilkenmeyer, Tel. 05254 - 13209.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn wir nicht alles sofort bearbeiten oder erledigen können. Aber wir nehmen uns gerne Ihrer Sorgen und Fragen an und versuchen, das Gemeindeleben aufrecht zu erhalten. Ihr Presbyterium des Bezirkes II

Krabbelgruppe sucht neue Krabbelkinder!

Unsere Mittwochs-Krabbelgruppe trifft sich von 9.45 Uhr - ca. 11 Uhr.

Viele der "älteren Kinder" gehen jetzt kurzfristig in den Kindergarten.

Es sind wieder Plätze frei!!!!!

Bitte melden Sie sich bei Interesse im Gemeindebüro immer di-fr. 10-12 Uhr unter Telefon:  05254-13209

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Jahreslosung 2018

Bild: Andres Miranda Pixabay

"Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst." Offenbarung 21, 6

Monatsinfo Juni 2018

Tauftermine 2018